MEIN NAME IST BETTY

KREATIVE KONDITOREI FÜR ZUHAUSE?

Ja genau, denn mit ein bisschen Mehl, Butter, Milch und Zucker lassen sich auch am heimischen Herd wundervolle Kreationen backen und dekorieren.

… findest du auf meinem Blog und YouTube Kanal. Dort zeige ich dir auch viele praktische Beispiele meiner bewährten 1-2-3 Methode zum Modellieren von Figuren und Tieren aus Zuckermasse.

Wusstest du?

Viele Tipps & Tricks rund ums Backen und Dekorieren findest du auf meinem Blog und YouTube Kanal. Dort zeige ich dir auch viele praktische Beispiele meiner bewährten 1-2-3 Methode zum Modellieren von Figuren und Tieren aus Zuckermasse.

Fakten

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Jahre Sugar Dreams
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„Das große Backen“-Staffeln* mit Betty als Teil der Jury
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und mehr Anleitungen

*„Das große Backen“, „Das große Promibacken“ und „Das große Backen – Die Profis“ auf SAT.1

Motivtorten Basics

Seit November 2009 – mittlerweile in der 6. Auflage – auf dem Markt und sicher für viele Motivtorten Fans ein Standardwerk!

Zum Buch

1-2-3 Methode Ausstecher

Mit dem 1-2-3 Methode Ausstecher hast du stets die perfekten Proportionen bei Figuren aus Fondant & Co.

Zum Ausstecher

Mehr als 100 Videos

Auf meinem YouTube Kanal findest Du hilfreiche Videos zu (fast) allen Bereichen der Kreativen Konditorei für Zuhause

Zu den Videos

Machen
[Anleitungen]

In dieser Kategorie gibt´s tolle Schritt-für-Schritt-Anleitungen für dein nächstes Torten-Projekt.

Zu den Anleitungen

Mischen
[Rezepte]

Leckere Rezepte für perfekte zuckersüße Momente findest du in dieser Blog-Kategorie.

Zu den Rezepten

Motivtorten Basics

Seit November 2009 – mittlerweile in der 6. Auflage – auf dem Markt und sicher für viele Motivtorten Fans ein Standardwerk!

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Rezepte, Anleitungen & vieles mehr …

… findest du auf´m Blog. Dort gibt es Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Videos und Rezepte zum Backen und Dekorieren von Motivtorten.

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Brushed Embroidery Hortensien / Hydrangea

Juni 18th, 2020|

Moin, hier findest du die Vorlage für die Brushed Embroidery Hortensien aus der letzten Folge Cake Flix TV. Viel Spaß beim Ausprobieren.[English Version below ;-)] Hier kannst du die Vorlage herunterladen (Klick). Materialliste Vorlage (Klick zum Herunterladen)Acryl PlatteSchmirgelpapier SpritzbeutelTülle No. 1,5

Gugelhupf / Bundt Cake

Mai 18th, 2020|

Moin, hier nun, wie versprochen, das Rezept für den Gugelhupf aus der letzten Folge Cake Flix TV. Viel Spaß beim

  • Tierkreiszeichen Steinbock - Anleitung 1-2-3 Methode Bettys Sugar Dreams

Tierkreiszeichen Steinbock

Dezember 16th, 2018|

Moin, den Abschluss in den Reihen der Tierkreiszeichen macht nun mit dieser Folge der Steinbock. In den letzten 12 Monaten

  • Betty und der Riesenstollen
  • Betty und der Riesenstollen

Betty und der Riesenstollen

Dezember 7th, 2018|

Moin, einer ganz besonders süßen Einladung bin ich am vergangenen Wochenende sehr gerne gefolgt. Vom letzten Kursblock in diesem Jahr

Bettina Schliephake-Burchardt

YOU CAN CALL ME: KONDITORMEISTER

SAG NIEMALS NIE

Wer mich schon länger kennt, weiß wie vehement ich mich geweigert habe noch meinen KonditorMeister zu machen.

Ich stehe auch immer noch dazu, dass ich es viele Jahre nicht verstanden habe, warum ich den brauche um meine Torten zu verkaufen. Tja und dann kam dieser Augenblick im April/Mai 2014 (Danke Marianne Daubner fürs Augen öffnen!) wo ich dachte: ach warum eigentlich nicht!

Durch Zufall habe ich dann festgestellt, dass es in Hamburg wieder einen berufsbegleitenden Kurs gibt. Vollzeit in Berlin, Köln oder woanders hätte ich nicht machen können, dafür war ich viel zu eingespannt mit Kursen. Aber 2x die Woche sollte machbar sein und die nicht fachbezogenen Teile wollte ich dann in Vollzeit machen.

Im Nachhinein eine der besten Entscheidungen die ich getroffen habe, auch wenn ich denke, dass ich wirklich die 20 Jahre gebraucht habe um den Mehrwert für mich daraus zu ziehen, wie ich es getan habe. Zum einem habe ich den Unterricht genossen, aber auch mal wieder so ganz andere Dinge zu machen, als nur Motivtorten.

Und ich bin immer noch sehr stolz, nach 20 Jahren „Fondantspielerei“ diese Vitrine abgeliefert zu haben und mich nun Konditormeister nennen zu dürfen!

SCHOKOLADEN-SOMMELIER

VON EINER DIE AUSZOG DAS VERKOSTEN ZU LERNEN …

Eigentlich war ich nach Meisterprüfung und CMSA ziemlich happy, keinen Prüfungswunsch mehr offen zu haben, aber dann …

… kam ein Facebook-Post der Chocolate Academy Köln (an der ich auch als Dozentin tätig bin und die zu Callebaut gehört) im Oktober/November: Ausbildung zum Schokoladen-Sommelier!

Voraussetzung: Konditormeister und gute Kenntnisse mit Kuvertüre – erstes hatte ich ja nun, beim zweiten bräuchte ich noch etwas „Nachhilfe“, aber sollte machbar sein. Aber doch nochmal lieber nachfragen, ob das etwas für mich ist und schwupps war ich angemeldet. Somit wurde 2017 mein Schokoladen Jahr, denn neben den 3×3 Tagen Unterricht, Fachwissen, Theorie, Praxis, Sensorik, Verkostung und auch Marketing und Rhetorik, gab es ja noch eine Facharbeit… und so bestand mein Sommer aus Experimenten in der Werkstatt. Es musste ein neues Produkt oder ähnliches entwickelt werden und da ich nun kein klassischer Chocolatier bin, kam ich auf die Idee Zuckerwatte mit Schokolade zu entwickeln. Nicht außen rum, sondern die Kuvertüre so zu bearbeiten, dass man sie mitspinnen kann. Das war jetzt nicht so einfach wie gedacht, aber es hat funktioniert (was mir wohl von den Dozenten niemand so richtig zugetraut hat) und nach dem es noch eine schriftliche und eine Sensorik Prüfung, eine Prüfungsverkostung und die Präsentation der Projektarbeit gab, darf ich mich seit September 2017 nun auch Schokoladen- Sommelière nennen und bin eine der ersten 12 in Deutschland.

CERTIFIED MASTER SUGAR ARTIST / CMSA

SWEET HOME ALABAMA …

Durch Zufall habe ich von dieser Zertifizierung der amerikanischen Zuckerkunst-Vereinigung gehört. Ich sah die Abkürzung CMSA bei einer amerikanischen Kollegin und fragte was das sei.

Nach einer Erklärung meinte sie dann zu mir: das schaffst Du auch! Nein ganz bestimmt nicht… ich hatte mir ja daraufhin durchgelesen was alles dafür gefordert wird und dass es sich dann um eine 8-stündige Prüfung in den USA handelt.

Aber die Saat war gelegt und es ließ mich nicht ruhen, zumal es noch keinen CMSA in Deutschland oder Europa gab. Also Unterlagen heruntergeladen und mich durch das 80-seitige Regelwerk gelesen. Um es etwas abzukürzen (wer mehr Infos möchte, darf mich gerne persönlich fragen): es mussten in den 8 Prüfungsstunden 8 verschiedene Techniken zu einer 3-stöckigen Torte, einer 1-stöckigen Torte und einem Schaustück verarbeitet werden. Es dürfen Dinge vorgefertigt werden, die trocknen müssen, aber diese müssen vor Ort noch mal hergestellt werden.

Am 30. Juli 2014 unternahm ich den ersten Versuch und musste mich einer Klimaanlage mit +16° und einer Luftfeuchtigkeit von über 80% geschlagen geben. Dabei hatte ich gedacht die Wärme in Albuquerque wäre das Problem und hatte meine Techniken für warme Temperaturen gewählt….

2015 konnte ich die Prüfung nicht wiederholen, da ich da ja meine Meisterprüfung ablegte.

Also 2016. Diesmal war der Veranstaltungsort Mobil/Alabama und ich ahnte schon, dass auch dort die Klimaanlage ähnlich sein würde wie zwei Jahr zuvor – wie recht ich haben sollte! Aber ich hatte ja gelernt und meine Techniken dementsprechend anders gewählt. Und mein Sohn Julius kam als Edelassistent mit. Und der Plan ging auf!

AUTORIN

MOTIVTORTEN BASICS – DAS ROSA BUCH FÜR JEDERMANN

Genauso wie mit den Kursen hat es sich mit dem Buch verhalten: Es war überhaupt nicht geplant und auch kein erklärtes Ziel von mir.

Es ist viel mehr entstanden bei vielen Telefonaten mit meiner späteren Verlegerin. Beide waren wir der Meinung, dass vielen Büchern die wichtigen Schritte in Anleitungen fehlen und diese häufig zu schwer und zu unübersichtlich sind.

Und dann war da im April 2009 plötzlich die Idee: Hätten Sie Lust ein Buch mit uns zu machen? Im Mai dann ein Meeting und der Entschluss „wir machen das“. Allerdings mit dem sportlichen Ziel im Herbst das Buch auf den Markt zu bringen. Ich mit Kursen und Torten beschäftigt und der Verlag immer nur 2-3wöchige Zeitfenster zwischen ihrem eigentlichen Projekt. Dass aus dieser Entscheidung noch eine andere „Baustelle“ entstand, kommt in einem anderen Punkt vor…

Im Juni haben wir das Shooting angesetzt. Von vornherein war klar, dass wir Step-by-Step Anleitungen haben wollen und so sind alle Torten vor der Kamera entstanden. Ich habe alles kommentiert und wir haben das per Video aufgenommen. Meine Verlegerin hat dann am Ende die Bilder gesichtet und aus den gesprochenen Anleitungen den Text fürs Buch geschrieben.

Alle 20 Projekte + Kekse und Cupcakes sind in 14 Tagen fotografiert und produziert worden. Dann war wieder Produktionspause und im September entstanden in zwei Wochen alle Texte, Layout und Feinschliff, so dass das Buch Ende Oktober 2009 auf den Markt gekommen ist.

Inzwischen ist das Buch in der 6. Auflage erhältlich und über 55.000 Mal verkauft worden.

DAS GROSSE BACKEN AUF SAT.1

AUF DER SUCHE NACH DEUTSCHLANDS BESTEN HOBBYBÄCKER*INNEN

Egal ob Hobbybäcker, Promis oder Profis – auf SAT.1 bewerte ich sie alle

Was soll ich hierzu schreiben? Eines der größten Abenteuer in meiner Vita! Als am 11. Juni 2015 der Anruf kam, ob ich in der 3. Staffel als Jurorin dabei wäre, habe ich keine Sekunde gezögert und „ja“ gesagt. Ich habe mit Enie und Christian zwei wundervolle Kollegen und es würde sicher hier den Rahmen sprengen von den ganzen lustigen, emotionalen, wetterbedingten, zum Teil anstrengenden, klassenreisenähnlichen, einmaligen und wunderbaren Drehtagen zu schreiben. Ich denke, wer die Sendung einmal gesehen hat, sieht das Ergebnis des Ganzen und warum ich hoffe, dass es noch ein paar weitere Staffeln von beiden Formaten geben wird.

TV-SPECIAL – PROGRAMMINFOS & SENDEHINWEISE

FERNSEHGARTEN, TORTEN-TUNER, DAS GROSSE (PROMI-)BACKEN – SAT.1, KABEL 1, SIXX ETC. …

Und plötzlich ist man im Fernsehen… naja das stimmt nicht so ganz, aber es hat sich so angefühlt.

Ich hatte immer wieder Fernsehteams bei mir in der Werkstatt, aber dann im April oder Mai 2011 rief mich eine Produktionsfirma an und erzählte, dass sie schon mit Frank Steidl gesprochen hätten und sie würden gerne eine Sendung machen, wo wir zusammen eine große Torte mit dem Hamburger Hafen kreieren sollten – ok?! Wenn Frank meint, dass wir das schaffen, warum nicht.

Dazu kam Thomas Horn, ebenfalls selbständiger Konditormeister in Hamburg und schon lange mit Frank befreundet, aber wir hatten uns noch nie persönlich getroffen. Ja und da waren wir nun und hatten 5 Tage Zeit, eine 2m x 2,5 m große Torte mit Landungsbrücken, Schiffen, Hafenstrasse etc. zu backen, dekorieren, ausliefern und alles was dazu gehört. Die Sendung lief, meine ich um 23:00 Uhr auf Kabel 1, aber anscheinend hatten einige Leute die Sendung gesehen und es fiel die Entscheidung, dass die „Torten-Tuner“ eine Serie bekommen und Betty kreativ unterstützt. Von September 2011 – Januar 2012 produzierten wir Drei (mit den Backstuben Mitarbeitern der Beiden) 6 Folgen für Kabel 1. Immer RIESIGE Torten, die in 5 Tagen entwickelt und hergestellt werden mussten. Dabei durften wir Burlesque-Bars besuchen, in die Shishabar, echte Baklava backen, „Dermal Anchor“ setzen, riesige Käsekuchen backen, Stripperinnen mit Schokolade bemalen und vor allem auch nach Shanghai fliegen und dort eine Torte kreieren.

Wer die „Torten-Tuner“ verpasst hat sollte sich unbedingt einmal eine Folge bei Kabel 1 auf der Webseite anschauen – ein Riesenspaß (vielleicht nicht immer beim Dreh) und eine Erfahrung die ich auf keinen Fall missen möchte, zumal ich heute weiß, dass ich mich auf meine beiden „Verrückten“ – Thomas und Frank – blind verlassen kann, denn nach diesen Aktionen kann uns keiner mehr etwas vormachen.

CAKE DESIGNERIN

HOCHZEITSTORTEN – FLUCH ODER SEGEN? TORTEN HAUTE COUTURE BIS INS KLEINSTE DETAIL – AUCH FÜR DEN EIN ODER ANDEREN PROMINENTEN

Gute 20 Jahre habe ich hauptsächlich Hochzeitstorten verkauft. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaue ich auf diese Zeit zurück. Beim Tortendesign gibt es kaum eine größere Herausforderung als eine Hochzeitstorte.

Wie viele Hochzeitstorten genau ich in den Jahren gefertigt habe weiß ich nicht, aber jede einzelne hatte eine Geschichte und ihren ganz speziellen Touch.

1993 dürfte ich eine der ersten gewesen sein, die sich rein mit Motivtorten selbständig gemacht hat. Es ist jetzt nicht so, dass mir am Anfang die Bude eingerannt wurde! Im Rückblick war das auch gut so, denn meine Torten waren alles andere als perfekt und ich hatte Zeit zu lernen und zu wachsen. Allerdings war von Anfang an klar, dass ich keine Torten von der Stange anbieten sondern jedem Brautpaar SEINE Torte kreieren möchte. Manchmal gar nicht so einfach, da man bei der Besprechung plötzlich Ideen hat, die man so noch nie gemacht hatte….

Was heute fast normal ist, war auch noch vor 10-15 Jahren nicht üblich: Eine Tortenbesprechung. Die Kunden kamen zu mir und gemeinsam entwickelten wir das Design der Torte. Ein Service den ich immer noch für notwendig halte für so ein hochwertiges Produkt, aber das auch seine Probleme brachte: irgendwann war ich nicht mehr alleine mit den Torten in Hamburg und die Kunden „wanderten“ mit den Skizzen zu den Kollegen… also wieder umdenken und als ich anfing mir die Besprechung bezahlen zu lassen, haben mich einige liebe Kollegen für verrückt erklärt – ich muss nicht sagen, dass es inzwischen fast bei allen Tortendesignern so läuft.

Neben der Herstellung der Torte war mein persönliches Highlight immer die Auslieferung. Zu sehen wie das Tortendesign in die Location passt, auch die Herausforderung die Torte vor Ort aufzubauen, Anlieferungen die über mehrere 100 km gingen, Bombendrohungen vor der Location, abgesagte Hochzeiten, verregnete Hochzeiten, Anlieferung auf dem Schiff, Mini Torten die im Handgepäck bis nach Asien gingen…. man könnte ein ganzes Buch darüber schreiben…
In all den Jahren gab es immer Trends und somit hat sich die Hochzeitstorte auch mit den Jahren gewandelt. Den klassischen Tortenständer mit Mittelsäule habe ich, glaube ich, nie verwendet. Aber von klassischen Varianten, über moderne Designs, romantisch, minimalistisch, geschichtenerzählend bis Fantasy war so ziemlich alles dabei.

Irgendwann kamen dann auch Gastgeschenke dazu und so sind eine ganze Reihe von dekorierten Keksen entstanden, die häufig individuell gestaltet wurden und auch als Platzkarten dienten.

Auch Promis lieben es süß – wenn man nach England oder die USA schaut, gehört es zur Reputation eines Tortendesigners, dass man mit prominenten Auftraggebern „punkten“ kann.

Nun ist es in Deutschland ja eher so, dass man genießt und schweigt und auch die Auftraggeber nicht immer möchten, dass man ihren Namen nennt.

In den ganzen Jahren waren immer mal wieder „Promis“ meine Auftraggeber, unter anderem Eva Padberg, die Fußballer Piotr Trochowski (HSV), Steven Cherundolo (Hannover 96) oder eine der Deilmann Schwestern (Das Traumschiff) und der Librettist Michael Kunze
Allerdings hat eine Auftraggeberin schon im Vorfeld meinen Namen genannt und das war Sylvie Meis! Ich durfte zu ihrem 30 Geburtstag eine Torte machen, die mit Dingen dekoriert waren, die sie gerne mochte: Rosa, Bling-Bling, Schuhe und Handtaschen. Eine sehr angenehme Erfahrung und die Torte hat auch extrem viel Spaß gemacht.

INTERNATIONALE JURORIN FÜR CAKE DESIGN

NICHT NUR BEI „DAS GROSSE BACKEN“ ERHALTEN DIE KANDIDAT*INNEN DAS URETIL VON JURORIN BETTY

Die Publikumsbewertung bei der ersten Tortenshow war zwar sehr erfolgreich, aber sie zeigte auch Schwächen. Zwei Wochen nach der Messe war die Cake International in Birmingham und eigentlich saß ich nur mit 2 Weggefährten der ersten Stunde zusammen beim Abendessen.

Ja und dann haben wir über die Bewertung in Hamburg gesprochen und was in England anders läuft. Um es kurz zu machen: An dem Abend fiel die Entscheidung, dass wir für Deutschland eine Jury brauchen, die ausgebildet ist Sugarcraft oder Tortendekoration zu bewerten.

Zurück im Hotel wurden die anderen Mitstreiter informiert und mit ins Boot geholt. Nach einigem hin und her trafen wir uns im folgenden Sommer in Köln. Eingeladen hatten wir Jenny Richards, eine langjährige Jurorin bei der Hotelympia in London, um uns bei der Erstellung eines Bewertungssystems zu helfen und uns auszubilden. Es waren sehr lustige und anstrengende Tage.

Im November hatten wir dann noch die einmalige Möglichkeit unter den Augen von dem Vorsitzenden der Jury der Cake International, dort noch 2 Kategorien probebewerten zu dürfen. Aus dieser sehr überschaubaren Truppe ist inzwischen ein größeres Netzwerk geworden, das Juroren aus Deutschland und Österreich hat und alle Messen im deutschsprachigen Raum werden nach dem gleichen System bewertet.

Da die Wettbewerbe immer größer werden, ist es für mich kaum noch möglich als Juror tätig zu sein, aber wenn es machbar ist, findet man mich meist bei den Kinderkategorien und den Auszubildenden.

WETTBEWERBE

INTERNORGA, BRITISH SUGARCRAFT GUILD – MEDAILLENREGEN AUCH AUSSERHALB DER OLYMPISCHEN SPIELE

Was ich während meiner Ausbildung nicht gemacht habe, habe ich später nachgeholt: Wettbewerbe!

So ein klein wenig wird man danach süchtig und versucht die Juroren immer glücklicher zu stimmen, um die begehrten Auszeichnungen zu bekommen.
Meinen ersten Wettbewerb bestritt ich 1997 und dann auch gleich im Mutterland der Tortenkunst. Bei der Messe der British Sugarcraft Guild in Telford/England nahm ich mit einem Biedermeier- Strauß in der Kategorie „Blumen aus Zucker, gebunden zu einem kleinen Strauß“ teil. Nicht weil ich dachte, dass ich so gut war, sondern weil es endlich eine Möglichkeit war eine Meinung von Fachpersonen und auch Verbesserungsvorschläge zu bekommen! Für den Strauß erhielt ich ein „Highly Commanded“ und war stolz wie Bolle.

Eine Idee Tortendekoration mit Fondant auch in Deutschland bekannt zu machen, war dann auf der Internorga (Gastromesse in Hamburg) bei dem Vitrinen-Wettbewerb der Konditoren -Innung Hamburg teil zu nehmen… der Erfolg war durchwachsen – ja ich konnte Goldmedaillen gewinnen, aber immer nur für Stücke, die „klassische“ Konditorei waren und die Teile die Sugarcraft waren, wurden meistens disqualifiziert…

Also doch lieber wieder Wettbewerbe in England, wo es qualifizierte Beurteilungen gab. Logischerweise war es nicht möglich zu jeder kleinen Messe nach England zu fahren und so folgten in den laufenden Jahren folgende Teilnahmen und Beurteilungen:

2004: Gewinn der Goldmedaille und Best in der Kategorie „Novelty Cake“ bei der Creative World of Sugar der British Sugarcraft Guild in Coventry/UK.
Mein Motiv war „Scheibenwelt“ aus den Romanen von Terry Prachet mit extra Modellierungen der Charaktere: Rincewind, Tod und Rattentod (großes Bild)
Bei der Preisverleihung gab es sogar einen Pokal – dieser durfte aber nur fürs Foto herhalten, dann musste er wieder abgegeben werden. Also nichts für die heimische Vitrine…

2009: Silbermedaille bei der Cake International, Birmingham/UK – Motiv: Tanzende Nilpferddamen auf einer Spieluhr

2010: Goldmedaille und Best in Class bei der Cake International in Birmingham/UK Motiv: Steampunk Paar mit einem „Fluggerät und passender Tortendekoration.

DOZENTIN

FÜR KONDITOR*INNEN, BÄCKER*INNEN & HOBBYBÄCKER*NNEN

Wenn ich einen Berufswunsch NIE hatte, dann war das Lehrerin. Tja man soll niemals NIE sagen …

… auch war ich der Meinung, dass nicht wirklich Interesse vorhanden war, von mir was zu lernen. Aber durch das Internet wurde Torten dekorieren populär (das erste Forum, Torten-Talk, startete 2006…). Im Torten-Talk entstand eine Gemeinschaft und ein reger Austausch und irgendwann kamen auch Fragen: Wie machst Du das oder kannst Du mir mal helfen. Und da kam dann irgendwann die Idee: vielleicht sollte ich mal einen Kurs anbieten. Bei mir in der Werkstatt gerade mal Platz für 6 Personen? Und was soll ich sagen? Der Kurs war ausgebucht und fand im April 2008 statt. Im selben Jahr folgten noch zwei weitere Kurse, einer davon in Wien, und das Ganze nahm Fahrt auf.

So steigerte es sich von Jahr zu Jahr und 2012/2013 stand ich vor der Entscheidung: Kurse oder Torten! Beides gleichzeitig ging nicht, denn sowohl die Hochzeitstorten als auch die Kurse fanden am Wochenende statt. Und da sich die Hochzeits-Branche extrem gewandelt hatte, entschied ich mich für die Kurse!

Mit den Jahren habe ich nicht nur meinen Basis Kurs weiter entwickelt (am Anfang gab es nur eine Figur und ein Blumengesteck – inzwischen eine 2-stöckige Torte mit Figur, Blumen und Eiweißspritzglasur) sondern ich habe auch etliche Aufbau-, Fortgeschrittenen- und Masterkurse entwickelt und unterrichtet. Als die Stimmen „könntest Du nicht mal nach XY kommen“ lauter wurden, fing ich an quer durch Deutschland und Österreich zu fahren. Inzwischen ist auch die Schweiz fester Bestandteil und auch in Dänemark war ich schon.

Was sich geändert hat sind allerdings meine Teilnehmer: Am Anfang verirrte sich mal der eine oder andere Bäcker/Konditor in meinen Kurs und ich hörte auch Kollegen sagen „warum unterrichtest Du die Hobbyisten, die machen unseren Markt kaputt“ … nach einigen Irrungen und Wirrungen mit den Kursen bin ich inzwischen fast nur noch in Fachschulen unterwegs und meine Hauptklientel sind Bäcker und Konditoren. Auch hat sich geändert, dass ich in Hamburg keine Kurse mehr anbiete. Eigentlich ein Heimspiel, aber inzwischen wurde die Werkstatt doch zu klein und so eine kleine feine Privatsphäre wollte ich mir dann doch noch schaffen.

VORSTANDSMITGLIED

DER KONDITOREN INNUNG HAMBURG

Die Entscheidung meinen Meister zu machen, führte dann gleich zur nächsten „Verpflichtung“. Die Konditoren Innung hat 2015 einen neuen Obermeister bekommen und bei der Wahl musste auch ein neuer Vorstand her.

Da Thomas Horn zur Wahl stand und wir uns durch die Torten-Tuner sehr gut kennengelernt haben, wurde ich von ihm gleich „verhaftet“.

Es ist jetzt nicht so als wenn ich wirklich Zeit habe, aber ich versuche sie mir zu nehmen so gut ich kann und freue mich einfach in diesem herrlich erfrischenden Team dabei zu sein und einen kleinen Beitrag dazu beizutragen, dass der Beruf lange erhalten bleibt.

SCHOKOLADEN-SOMMELIER

VON EINER DIE AUSZOG DAS VERKOSTEN ZU LERNEN …

Eigentlich war ich nach Meisterprüfung und CMSA ziemlich happy, keinen Prüfungswunsch mehr offen zu haben, aber dann …

… kam ein Facebook-Post der Chocolate Academy Köln (an der ich auch als Dozentin tätig bin und die zu Callebaut gehört) im Oktober/November: Ausbildung zum Schokoladen-Sommelier!

Voraussetzung: Konditormeister und gute Kenntnisse mit Kuvertüre – erstes hatte ich ja nun, beim zweiten bräuchte ich noch etwas „Nachhilfe“, aber sollte machbar sein. Aber doch nochmal lieber nachfragen, ob das etwas für mich ist und schwupps war ich angemeldet. Somit wurde 2017 mein Schokoladen Jahr, denn neben den 3×3 Tagen Unterricht, Fachwissen, Theorie, Praxis, Sensorik, Verkostung und auch Marketing und Rhetorik, gab es ja noch eine Facharbeit… und so bestand mein Sommer aus Experimenten in der Werkstatt. Es musste ein neues Produkt oder ähnliches entwickelt werden und da ich nun kein klassischer Chocolatier bin, kam ich auf die Idee Zuckerwatte mit Schokolade zu entwickeln. Nicht außen rum, sondern die Kuvertüre so zu bearbeiten, dass man sie mitspinnen kann. Das war jetzt nicht so einfach wie gedacht, aber es hat funktioniert (was mir wohl von den Dozenten niemand so richtig zugetraut hat) und nach dem es noch eine schriftliche und eine Sensorik Prüfung, eine Prüfungsverkostung und die Präsentation der Projektarbeit gab, darf ich mich seit September 2017 nun auch Schokoladen- Sommelière nennen und bin eine der ersten 12 in Deutschland.

CERTIFIED MASTER SUGAR ARTIST / CMSA

SWEET HOME ALABAMA …

Durch Zufall habe ich von dieser Zertifizierung der amerikanischen Zuckerkunst-Vereinigung gehört. Ich sah die Abkürzung CMSA bei einer amerikanischen Kollegin und fragte was das sei.

Nach einer Erklärung meinte sie dann zu mir: das schaffst Du auch! Nein ganz bestimmt nicht… ich hatte mir ja daraufhin durchgelesen was alles dafür gefordert wird und dass es sich dann um eine 8-stündige Prüfung in den USA handelt.

Aber die Saat war gelegt und es ließ mich nicht ruhen, zumal es noch keinen CMSA in Deutschland oder Europa gab. Also Unterlagen heruntergeladen und mich durch das 80-seitige Regelwerk gelesen. Um es etwas abzukürzen (wer mehr Infos möchte, darf mich gerne persönlich fragen): es mussten in den 8 Prüfungsstunden 8 verschiedene Techniken zu einer 3-stöckigen Torte, einer 1-stöckigen Torte und einem Schaustück verarbeitet werden. Es dürfen Dinge vorgefertigt werden, die trocknen müssen, aber diese müssen vor Ort noch mal hergestellt werden.

Am 30. Juli 2014 unternahm ich den ersten Versuch und musste mich einer Klimaanlage mit +16° und einer Luftfeuchtigkeit von über 80% geschlagen geben. Dabei hatte ich gedacht die Wärme in Albuquerque wäre das Problem und hatte meine Techniken für warme Temperaturen gewählt….

2015 konnte ich die Prüfung nicht wiederholen, da ich da ja meine Meisterprüfung ablegte.

Also 2016. Diesmal war der Veranstaltungsort Mobil/Alabama und ich ahnte schon, dass auch dort die Klimaanlage ähnlich sein würde wie zwei Jahr zuvor – wie recht ich haben sollte! Aber ich hatte ja gelernt und meine Techniken dementsprechend anders gewählt. Und mein Sohn Julius kam als Edelassistent mit. Und der Plan ging auf!

AUTORIN

MOTIVTORTEN BASICS – DAS ROSA BUCH FÜR JEDERMANN

Genauso wie mit den Kursen hat es sich mit dem Buch verhalten: Es war überhaupt nicht geplant und auch kein erklärtes Ziel von mir.

Es ist viel mehr entstanden bei vielen Telefonaten mit meiner späteren Verlegerin. Beide waren wir der Meinung, dass vielen Büchern die wichtigen Schritte in Anleitungen fehlen und diese häufig zu schwer und zu unübersichtlich sind.

Und dann war da im April 2009 plötzlich die Idee: Hätten Sie Lust ein Buch mit uns zu machen? Im Mai dann ein Meeting und der Entschluss „wir machen das“. Allerdings mit dem sportlichen Ziel im Herbst das Buch auf den Markt zu bringen. Ich mit Kursen und Torten beschäftigt und der Verlag immer nur 2-3wöchige Zeitfenster zwischen ihrem eigentlichen Projekt. Dass aus dieser Entscheidung noch eine andere „Baustelle“ entstand, kommt in einem anderen Punkt vor…

Im Juni haben wir das Shooting angesetzt. Von vornherein war klar, dass wir Step-by-Step Anleitungen haben wollen und so sind alle Torten vor der Kamera entstanden. Ich habe alles kommentiert und wir haben das per Video aufgenommen. Meine Verlegerin hat dann am Ende die Bilder gesichtet und aus den gesprochenen Anleitungen den Text fürs Buch geschrieben.

Alle 20 Projekte + Kekse und Cupcakes sind in 14 Tagen fotografiert und produziert worden. Dann war wieder Produktionspause und im September entstanden in zwei Wochen alle Texte, Layout und Feinschliff, so dass das Buch Ende Oktober 2009 auf den Markt gekommen ist.

Inzwischen ist das Buch in der 6. Auflage erhältlich und über 55.000 Mal verkauft worden.

DAS GROSSE BACKEN AUF SAT.1

AUF DER SUCHE NACH DEUTSCHLANDS BESTEN HOBBYBÄCKER*INNEN

Egal ob Hobbybäcker, Promis oder Profis – auf SAT.1 bewerte ich sie alle

Was soll ich hierzu schreiben? Eines der größten Abenteuer in meiner Vita! Als am 11. Juni 2015 der Anruf kam, ob ich in der 3. Staffel als Jurorin dabei wäre, habe ich keine Sekunde gezögert und „ja“ gesagt. Ich habe mit Enie und Christian zwei wundervolle Kollegen und es würde sicher hier den Rahmen sprengen von den ganzen lustigen, emotionalen, wetterbedingten, zum Teil anstrengenden, klassenreisenähnlichen, einmaligen und wunderbaren Drehtagen zu schreiben. Ich denke, wer die Sendung einmal gesehen hat, sieht das Ergebnis des Ganzen und warum ich hoffe, dass es noch ein paar weitere Staffeln von beiden Formaten geben wird.

TV-SPECIAL – PROGRAMMINFOS & SENDEHINWEISE

FERNSEHGARTEN, TORTEN-TUNER, DAS GROSSE (PROMI-)BACKEN – SAT.1, KABEL 1, SIXX ETC. …

Und plötzlich ist man im Fernsehen… naja das stimmt nicht so ganz, aber es hat sich so angefühlt.

Ich hatte immer wieder Fernsehteams bei mir in der Werkstatt, aber dann im April oder Mai 2011 rief mich eine Produktionsfirma an und erzählte, dass sie schon mit Frank Steidl gesprochen hätten und sie würden gerne eine Sendung machen, wo wir zusammen eine große Torte mit dem Hamburger Hafen kreieren sollten – ok?! Wenn Frank meint, dass wir das schaffen, warum nicht.

Dazu kam Thomas Horn, ebenfalls selbständiger Konditormeister in Hamburg und schon lange mit Frank befreundet, aber wir hatten uns noch nie persönlich getroffen. Ja und da waren wir nun und hatten 5 Tage Zeit, eine 2m x 2,5 m große Torte mit Landungsbrücken, Schiffen, Hafenstrasse etc. zu backen, dekorieren, ausliefern und alles was dazu gehört. Die Sendung lief, meine ich um 23:00 Uhr auf Kabel 1, aber anscheinend hatten einige Leute die Sendung gesehen und es fiel die Entscheidung, dass die „Torten-Tuner“ eine Serie bekommen und Betty kreativ unterstützt. Von September 2011 – Januar 2012 produzierten wir Drei (mit den Backstuben Mitarbeitern der Beiden) 6 Folgen für Kabel 1. Immer RIESIGE Torten, die in 5 Tagen entwickelt und hergestellt werden mussten. Dabei durften wir Burlesque-Bars besuchen, in die Shishabar, echte Baklava backen, „Dermal Anchor“ setzen, riesige Käsekuchen backen, Stripperinnen mit Schokolade bemalen und vor allem auch nach Shanghai fliegen und dort eine Torte kreieren.

Wer die „Torten-Tuner“ verpasst hat sollte sich unbedingt einmal eine Folge bei Kabel 1 auf der Webseite anschauen – ein Riesenspaß (vielleicht nicht immer beim Dreh) und eine Erfahrung die ich auf keinen Fall missen möchte, zumal ich heute weiß, dass ich mich auf meine beiden „Verrückten“ – Thomas und Frank – blind verlassen kann, denn nach diesen Aktionen kann uns keiner mehr etwas vormachen.

CAKE DESIGNERIN

HOCHZEITSTORTEN – FLUCH ODER SEGEN? TORTEN HAUTE COUTURE BIS INS KLEINSTE DETAIL – AUCH FÜR DEN EIN ODER ANDEREN PROMINENTEN

Gute 20 Jahre habe ich hauptsächlich Hochzeitstorten verkauft. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaue ich auf diese Zeit zurück. Beim Tortendesign gibt es kaum eine größere Herausforderung als eine Hochzeitstorte.

Wie viele Hochzeitstorten genau ich in den Jahren gefertigt habe weiß ich nicht, aber jede einzelne hatte eine Geschichte und ihren ganz speziellen Touch.

1993 dürfte ich eine der ersten gewesen sein, die sich rein mit Motivtorten selbständig gemacht hat. Es ist jetzt nicht so, dass mir am Anfang die Bude eingerannt wurde! Im Rückblick war das auch gut so, denn meine Torten waren alles andere als perfekt und ich hatte Zeit zu lernen und zu wachsen. Allerdings war von Anfang an klar, dass ich keine Torten von der Stange anbieten sondern jedem Brautpaar SEINE Torte kreieren möchte. Manchmal gar nicht so einfach, da man bei der Besprechung plötzlich Ideen hat, die man so noch nie gemacht hatte….

Was heute fast normal ist, war auch noch vor 10-15 Jahren nicht üblich: Eine Tortenbesprechung. Die Kunden kamen zu mir und gemeinsam entwickelten wir das Design der Torte. Ein Service den ich immer noch für notwendig halte für so ein hochwertiges Produkt, aber das auch seine Probleme brachte: irgendwann war ich nicht mehr alleine mit den Torten in Hamburg und die Kunden „wanderten“ mit den Skizzen zu den Kollegen… also wieder umdenken und als ich anfing mir die Besprechung bezahlen zu lassen, haben mich einige liebe Kollegen für verrückt erklärt – ich muss nicht sagen, dass es inzwischen fast bei allen Tortendesignern so läuft.

Neben der Herstellung der Torte war mein persönliches Highlight immer die Auslieferung. Zu sehen wie das Tortendesign in die Location passt, auch die Herausforderung die Torte vor Ort aufzubauen, Anlieferungen die über mehrere 100 km gingen, Bombendrohungen vor der Location, abgesagte Hochzeiten, verregnete Hochzeiten, Anlieferung auf dem Schiff, Mini Torten die im Handgepäck bis nach Asien gingen…. man könnte ein ganzes Buch darüber schreiben…
In all den Jahren gab es immer Trends und somit hat sich die Hochzeitstorte auch mit den Jahren gewandelt. Den klassischen Tortenständer mit Mittelsäule habe ich, glaube ich, nie verwendet. Aber von klassischen Varianten, über moderne Designs, romantisch, minimalistisch, geschichtenerzählend bis Fantasy war so ziemlich alles dabei.

Irgendwann kamen dann auch Gastgeschenke dazu und so sind eine ganze Reihe von dekorierten Keksen entstanden, die häufig individuell gestaltet wurden und auch als Platzkarten dienten.

Auch Promis lieben es süß – wenn man nach England oder die USA schaut, gehört es zur Reputation eines Tortendesigners, dass man mit prominenten Auftraggebern „punkten“ kann.

Nun ist es in Deutschland ja eher so, dass man genießt und schweigt und auch die Auftraggeber nicht immer möchten, dass man ihren Namen nennt.

In den ganzen Jahren waren immer mal wieder „Promis“ meine Auftraggeber, unter anderem Eva Padberg, die Fußballer Piotr Trochowski (HSV), Steven Cherundolo (Hannover 96) oder eine der Deilmann Schwestern (Das Traumschiff) und der Librettist Michael Kunze
Allerdings hat eine Auftraggeberin schon im Vorfeld meinen Namen genannt und das war Sylvie Meis! Ich durfte zu ihrem 30 Geburtstag eine Torte machen, die mit Dingen dekoriert waren, die sie gerne mochte: Rosa, Bling-Bling, Schuhe und Handtaschen. Eine sehr angenehme Erfahrung und die Torte hat auch extrem viel Spaß gemacht.

INTERNATIONALE JURORIN FÜR CAKE DESIGN

NICHT NUR BEI „DAS GROSSE BACKEN“ ERHALTEN DIE KANDIDAT*INNEN DAS URETIL VON JURORIN BETTY

Die Publikumsbewertung bei der ersten Tortenshow war zwar sehr erfolgreich, aber sie zeigte auch Schwächen. Zwei Wochen nach der Messe war die Cake International in Birmingham und eigentlich saß ich nur mit 2 Weggefährten der ersten Stunde zusammen beim Abendessen.

Ja und dann haben wir über die Bewertung in Hamburg gesprochen und was in England anders läuft. Um es kurz zu machen: An dem Abend fiel die Entscheidung, dass wir für Deutschland eine Jury brauchen, die ausgebildet ist Sugarcraft oder Tortendekoration zu bewerten.

Zurück im Hotel wurden die anderen Mitstreiter informiert und mit ins Boot geholt. Nach einigem hin und her trafen wir uns im folgenden Sommer in Köln. Eingeladen hatten wir Jenny Richards, eine langjährige Jurorin bei der Hotelympia in London, um uns bei der Erstellung eines Bewertungssystems zu helfen und uns auszubilden. Es waren sehr lustige und anstrengende Tage.

Im November hatten wir dann noch die einmalige Möglichkeit unter den Augen von dem Vorsitzenden der Jury der Cake International, dort noch 2 Kategorien probebewerten zu dürfen. Aus dieser sehr überschaubaren Truppe ist inzwischen ein größeres Netzwerk geworden, das Juroren aus Deutschland und Österreich hat und alle Messen im deutschsprachigen Raum werden nach dem gleichen System bewertet.

Da die Wettbewerbe immer größer werden, ist es für mich kaum noch möglich als Juror tätig zu sein, aber wenn es machbar ist, findet man mich meist bei den Kinderkategorien und den Auszubildenden.

WETTBEWERBE

INTERNORGA, BRITISH SUGARCRAFT GUILD – MEDAILLENREGEN AUCH AUSSERHALB DER OLYMPISCHEN SPIELE

Was ich während meiner Ausbildung nicht gemacht habe, habe ich später nachgeholt: Wettbewerbe!

So ein klein wenig wird man danach süchtig und versucht die Juroren immer glücklicher zu stimmen, um die begehrten Auszeichnungen zu bekommen.
Meinen ersten Wettbewerb bestritt ich 1997 und dann auch gleich im Mutterland der Tortenkunst. Bei der Messe der British Sugarcraft Guild in Telford/England nahm ich mit einem Biedermeier- Strauß in der Kategorie „Blumen aus Zucker, gebunden zu einem kleinen Strauß“ teil. Nicht weil ich dachte, dass ich so gut war, sondern weil es endlich eine Möglichkeit war eine Meinung von Fachpersonen und auch Verbesserungsvorschläge zu bekommen! Für den Strauß erhielt ich ein „Highly Commanded“ und war stolz wie Bolle.

Eine Idee Tortendekoration mit Fondant auch in Deutschland bekannt zu machen, war dann auf der Internorga (Gastromesse in Hamburg) bei dem Vitrinen-Wettbewerb der Konditoren -Innung Hamburg teil zu nehmen… der Erfolg war durchwachsen – ja ich konnte Goldmedaillen gewinnen, aber immer nur für Stücke, die „klassische“ Konditorei waren und die Teile die Sugarcraft waren, wurden meistens disqualifiziert…

Also doch lieber wieder Wettbewerbe in England, wo es qualifizierte Beurteilungen gab. Logischerweise war es nicht möglich zu jeder kleinen Messe nach England zu fahren und so folgten in den laufenden Jahren folgende Teilnahmen und Beurteilungen:

2004: Gewinn der Goldmedaille und Best in der Kategorie „Novelty Cake“ bei der Creative World of Sugar der British Sugarcraft Guild in Coventry/UK.
Mein Motiv war „Scheibenwelt“ aus den Romanen von Terry Prachet mit extra Modellierungen der Charaktere: Rincewind, Tod und Rattentod (großes Bild)
Bei der Preisverleihung gab es sogar einen Pokal – dieser durfte aber nur fürs Foto herhalten, dann musste er wieder abgegeben werden. Also nichts für die heimische Vitrine…

2009: Silbermedaille bei der Cake International, Birmingham/UK – Motiv: Tanzende Nilpferddamen auf einer Spieluhr

2010: Goldmedaille und Best in Class bei der Cake International in Birmingham/UK Motiv: Steampunk Paar mit einem „Fluggerät und passender Tortendekoration.

DOZENTIN

FÜR KONDITOR*INNEN, BÄCKER*INNEN & HOBBYBÄCKER*NNEN

Wenn ich einen Berufswunsch NIE hatte, dann war das Lehrerin. Tja man soll niemals NIE sagen …

… auch war ich der Meinung, dass nicht wirklich Interesse vorhanden war, von mir was zu lernen. Aber durch das Internet wurde Torten dekorieren populär (das erste Forum, Torten-Talk, startete 2006…). Im Torten-Talk entstand eine Gemeinschaft und ein reger Austausch und irgendwann kamen auch Fragen: Wie machst Du das oder kannst Du mir mal helfen. Und da kam dann irgendwann die Idee: vielleicht sollte ich mal einen Kurs anbieten. Bei mir in der Werkstatt gerade mal Platz für 6 Personen? Und was soll ich sagen? Der Kurs war ausgebucht und fand im April 2008 statt. Im selben Jahr folgten noch zwei weitere Kurse, einer davon in Wien, und das Ganze nahm Fahrt auf.

So steigerte es sich von Jahr zu Jahr und 2012/2013 stand ich vor der Entscheidung: Kurse oder Torten! Beides gleichzeitig ging nicht, denn sowohl die Hochzeitstorten als auch die Kurse fanden am Wochenende statt. Und da sich die Hochzeits-Branche extrem gewandelt hatte, entschied ich mich für die Kurse!

Mit den Jahren habe ich nicht nur meinen Basis Kurs weiter entwickelt (am Anfang gab es nur eine Figur und ein Blumengesteck – inzwischen eine 2-stöckige Torte mit Figur, Blumen und Eiweißspritzglasur) sondern ich habe auch etliche Aufbau-, Fortgeschrittenen- und Masterkurse entwickelt und unterrichtet. Als die Stimmen „könntest Du nicht mal nach XY kommen“ lauter wurden, fing ich an quer durch Deutschland und Österreich zu fahren. Inzwischen ist auch die Schweiz fester Bestandteil und auch in Dänemark war ich schon.

Was sich geändert hat sind allerdings meine Teilnehmer: Am Anfang verirrte sich mal der eine oder andere Bäcker/Konditor in meinen Kurs und ich hörte auch Kollegen sagen „warum unterrichtest Du die Hobbyisten, die machen unseren Markt kaputt“ … nach einigen Irrungen und Wirrungen mit den Kursen bin ich inzwischen fast nur noch in Fachschulen unterwegs und meine Hauptklientel sind Bäcker und Konditoren. Auch hat sich geändert, dass ich in Hamburg keine Kurse mehr anbiete. Eigentlich ein Heimspiel, aber inzwischen wurde die Werkstatt doch zu klein und so eine kleine feine Privatsphäre wollte ich mir dann doch noch schaffen.

VORSTANDSMITGLIED

DER KONDITOREN INNUNG HAMBURG

Die Entscheidung meinen Meister zu machen, führte dann gleich zur nächsten „Verpflichtung“. Die Konditoren Innung hat 2015 einen neuen Obermeister bekommen und bei der Wahl musste auch ein neuer Vorstand her.

Da Thomas Horn zur Wahl stand und wir uns durch die Torten-Tuner sehr gut kennengelernt haben, wurde ich von ihm gleich „verhaftet“.

Es ist jetzt nicht so als wenn ich wirklich Zeit habe, aber ich versuche sie mir zu nehmen so gut ich kann und freue mich einfach in diesem herrlich erfrischenden Team dabei zu sein und einen kleinen Beitrag dazu beizutragen, dass der Beruf lange erhalten bleibt.